Kokzidien


Krankheiten
Parasiten
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Kokzidien
Trichomonaden
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Viren
Bakterien
Knochenbrüche
Zusammenfassung
Diese Einzeller leben unter normalen Umständen mit ihrem Wirt im Gleichgewicht ohne ihn krank zu machen. Erst bei Minderung der Widerstandskraft der Vögel, Überbesatz, Witterungseinflüsse, Fütterungsmängel kommt es zu massenhafter Vermehrung der Einzeller im Darm der Vögel. Hierdurch kommt es zur verstärkten Ausscheidung der Parasiten im Kot und weitere Krankheitsfälle treten auf. Die Kokzidiose wird in der Darmform und der allgemeinen Form (Atoxoplasmose) mit Befall auch anderer Organe unterschieden. Die Kokzidiose gehört mittlerweile zu der häufigsten Krankheit bei den Kanarienvögeln. Die Kokzidien gelangen mit der Nahrung in den Darm der Vögel, wo sie sich von der Darmschleimhaut ernähren. Die befallenen Vögel sitzen aufgeplustert da, magern ab und zeigen Durchfall. Nach großflächiger Zerstörung der Darmschleimhaut treten Todesfälle auf, da durch die zerstörte Darmschleimhaut Schadstoffe in den Blutkreislauf gelangen können. Die Vögel sterben an Blutvergiftung und an allgemeiner Schwäche bedingt durch die Austrocknung. Eine sichere Diagnose kann nur eine Kotuntersuchung durch den Tierarzt bringen. Behandlung: Sie kann nur Erfolg haben, wenn auch die Haltungsbedingungen verbessert werden. Zur Ver-meidung der Kokzidiose ist größte Sauberkeit wichtig, da die Zwischenstadien der Kokzidien (Oozysten) erst nach zwei Tagen Entwicklung in der Außenwelt ansteckend sein können. Diese Oozysten sind jedoch äußerst widerstandfähig. Die Grundreinigung muss daher unbedingt mit kochendem Wasser erfolgen. Die gängigen Desinfektionsmittel töten die Oozysten nicht sicher ab.  Die erkrankten Vögel werden mit Sulfonamidpräparaten behandelt. Bewährt haben sich hierbei zum Beispiel BAYCOX und ESB3. Behandelt wird über das Trinkwasser an drei aufeinander folgenden Tagen, dann zwei Tage Pause mit Vitamingaben und wiederum drei Tage Behandlung. Die Dosierungsempfehlung des Tierarztes sollte unbedingt eingehalten werden, da ansonsten Vergiftungen auftreten können. Begleitend kann der Vogel in einer Krankenbox warm gesetzt werden. Hier ist aber besonders auf die tägliche Reinigung zu achten, damit sich bei der Wärme die ausgeschiedenen Oozysten nicht noch stärker vermehren können.

 

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