Kanarien Krankheiten


Parasiten
Rote Vogelmilbe
Nordische Vogelmilbe
Federlinge (Mallophagen)
Kokzidien
Trichomonaden
Luftsackmilben
Viren
Bakterien
Knochenbrüche
Zusammenfassung
Die größten Geißeln der Vogelzucht - wie in anderen Bereichen auch - sind Krankheiten. Obwohl der Kanarienvogel an sich ein robuster und pflegeleichter Zögling ist, treten in jüngster Zeit verstärkt Krankheiten auf, die vielen Züchtern und Vogelliebhabern das Leben schwer machen. Die jahrelange zum Teil sehr enge Linienzucht haben qualitativ hochwertige Rassevertreter hervorgebracht, gleichzeitig sind mit den gewünschten Eigenschaften aber auch verdeckte Anlagen für Schwächen zu bestimmten Krankheiten verstärkt worden. Ein - für Ausstellungszwecke wertloser - schöner bunter Kanarienvogel, der kreuz und quer mit seinen Artgenossen verpaart wurde, ist häufig wesentlich robuster als ein aus Linienzuchten stammender Rassevertreter. Das gilt insbesondere für die neuen Rassen, die häufig nur in einem Zuchtstamm ihren Ursprung haben. Das gleiche Problem sieht man auch in anderen Bereichen züchterischen Strebens. Ich denke da an das Sterben der meisten Bambuspflänzchen in unseren Gärten vor einigen Jahren. Hier war es zwar nicht eine Krankheit, sondern der fast 100jährige Blührhythmus, der die Pflanzen nach der Blüte zum Sterben brachte. Alle Bambusse blühten in einem Jahr, da sie zu Millionen Pflanzen vermehrt, von einem einzigen Steckling aus Übersee abstammten. Es zeigt jedoch auch in diesem Bereich, dass eine zu enge Zuchtführung für eine Population auch nachteilig sein kann.Zurück zu den Krankheiten bei unseren Kanarienvögeln: Vorweg sei nach deutlich angemerkt, dass vor der Medikation unbedingt eine genaue Diagnose durch einen Tierarzt erforderlich ist. Denn die wahllose Anwendung von Medikamenten ist eher schädlich als nützlich. Im Folgenden beschränke ich mich auf die am häufigsten vorkommenden Krankheiten, die das Leben unserer Vögel bedrohen.

 

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