Kanarien Krankheiten
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Die größten Geißeln der Vogelzucht - wie in anderen Bereichen auch - sind
Krankheiten.
Obwohl der Kanarienvogel an sich ein robuster und pflegeleichter Zögling ist,
treten in jüngster Zeit verstärkt Krankheiten auf, die vielen Züchtern und
Vogelliebhabern das Leben schwer machen. Die jahrelange zum Teil sehr enge
Linienzucht haben qualitativ hochwertige Rassevertreter hervorgebracht,
gleichzeitig sind mit den gewünschten Eigenschaften aber auch verdeckte Anlagen
für Schwächen zu bestimmten Krankheiten verstärkt worden. Ein - für
Ausstellungszwecke wertloser - schöner bunter Kanarienvogel, der kreuz und quer
mit seinen Artgenossen verpaart wurde, ist häufig wesentlich robuster als ein
aus Linienzuchten stammender Rassevertreter. Das gilt insbesondere für die neuen
Rassen, die häufig nur in einem Zuchtstamm ihren Ursprung haben. Das gleiche
Problem sieht man auch in anderen Bereichen züchterischen Strebens. Ich denke da
an das Sterben der meisten Bambuspflänzchen in unseren Gärten vor einigen
Jahren. Hier war es zwar nicht eine Krankheit, sondern der fast 100jährige
Blührhythmus, der die Pflanzen nach der Blüte zum Sterben brachte. Alle Bambusse
blühten in einem Jahr, da sie zu Millionen Pflanzen vermehrt, von einem einzigen
Steckling aus Übersee abstammten. Es zeigt jedoch auch in diesem Bereich, dass
eine zu enge Zuchtführung für eine Population auch nachteilig sein kann.Zurück zu den Krankheiten bei unseren Kanarienvögeln:
Vorweg sei nach deutlich angemerkt, dass vor der Medikation unbedingt eine
genaue Diagnose durch einen Tierarzt erforderlich ist. Denn die wahllose
Anwendung von Medikamenten ist eher schädlich als nützlich.
Im Folgenden beschränke ich mich auf die am häufigsten vorkommenden Krankheiten,
die das Leben unserer Vögel bedrohen.
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