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Trichomonaden
sind Einzeller von 15/1000 mm Größe, die auch Geißeltierchen heißen. Die
Übertragung erfolgt über das Trinkwasser oder aber von Tier zu Tier bei der
Jungenaufzucht.
Die Trichomonaden besiedeln Schnabel und Rachenhöhle bis hinunter in die Speise-
und Luftröhre. Die erkrankten Tiere zeigen Atemnot und Appetitlosigkeit bis hin
zur völligen Nahrungsverweigerung. In der Schnabelhöhle sind häufig - aber nicht
immer - gelbliche Auflagerungen, die an Candida-Pilze erinnern, zu finden.
In den letzten Jahren haben Infektionen mit Trichomonaden explosionsartig
zugenommen, weshalb bei Erkrankungen der oberen Atemwege immer zuerst an den
Befall mit Trichomonaden gedacht werden sollte.
Behandlung: Nachweis der Infektion durch einen Kropfabstrich beim Tierarzt.
Dann Gabe von Karnidazol, Dimetridazol oder Ronidazol über das Trinkwasser.
Behandelt wird sechs aufeinanderfolgende Tage. Im Abstand von etwa vier Wochen
sollte eine Wiederholungskur durchgeführt werden.
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